Regenwassertank richtig einbauen

In einer Zeit steigender Kosten für Trinkwasser ist die Regenwassernutzung eine gute Alternative, die bares Geld spart. Der durchschnittliche Trinkwasserverbrauch jedes Deutschen liegt pro Jahr etwa bei 140 Liter. Rund die Hälfte werden für Gartenbewässerung, Toilettenspülung & Co. benötigt. Viele Hausbesitzer entscheiden sich zur Kosteneinsparung für die lohnenswerte Investition in einen Regenwassertank. Wir zeigen, was im Hinblick auf den Einbau und die Fehlervermeidung unbedingt beachten werden sollte.

Wissenswertes rund um den Einbau

Ein flacher Regenwassertank bietet den entscheidenden Vorteil, dass nur eine geringe Einbautiefe benötigt wird und sich der Erdaushub in Grenzen hält. Diese Tanks besitzen in der Regel ein Fassungsvermögen von 1.500 bis 8.000 Liter Regenwasser. Große Zisternen aus Beton oder Kunststoff nehmen mehr Regenwasser auf, erfordern jedoch auch ein deutlich höheres Maß an Arbeitsaufwand. Wer den Einbau aus Kostengründen nicht von einer fachlich versierten Firma durchführen lassen möchte, sollte einige Dinge beachten. Viele Hersteller geben auf ihrer Webseite oder beim Kauf eines Regenwassertanks genaue Anleitungen, wie bei dem Selbsteinbau vorgegangen werden muss. Die ideale Stelle für den Einbau sollte keinesfalls direkt in unmittelbarer Nähe des Hauses liegen, aus Sicherheitsgründen ist ein Abstand von mindestens drei bis vier Metern zu empfehlen. Je nach Tankgröße müssen beim Erdaushub mit dem Minibagger Sicherheitsvorschriften (Böschung, etc.) beachtet werden. Die Tiefe der Grube ist abhängig von den Abmessungen des Tanks, an den Seiten sollte diese je 30 cm und in der Höhe ca. 10 cm zusätzlichen Platz bieten. Ein Regenwassertank aus Kunststoff ist meist nicht hundertprozentig auftriebssicher, daher ist beim Einbau die genaue Einhaltung der einzelnen Arbeitsschritte überaus wichtig. Auf dem Grund der vorbereiteten Grube wird eine ca. zehn Zentimeter hohe Schicht aus Sand und Kies aufgebracht und geebnet. Der Regenwassertank wird eingesetzt und anschließend bis zu 25 % mit Wasser gefüllt. Bis zu diesem Pegelstand wird die Grube an den Seiten gleichmäßig mit Kies aufgefüllt. Dieser Vorgang wird nun in drei weiteren Schritten wiederholt (Pegelstand 50 %, 75 % und 100 %). Die letzte Kiesschicht wird abschließend mit Erde bedeckt.

Häufige Fehlerquellen vermeiden

Für die Auswahl des passenden Regenwassertanks müssen der Verwendungszweck und die daraus resultierend benötigte Wassermenge ermittelt werden. In die Kalkulation fließen die statistische Niederschlagsmenge, die Größe des Gartens und die zur Verfügung stehende Auffangfläche mit ein. Bei einem Haushalt mit vielen Personen und einer verhältnismäßig kleinen Dachfläche können beispielsweise neben der Gartenbewässerung nicht alle denkbaren Nutzungsarten (Toilettenspülung, Waschmaschine, etc.) noch zusätzlich angeschlossen werden. Seit 2010 muss Regenwasser dem natürlichen Wasserkreislauf wieder zugeführt und darf keinesfalls mehr mit Schmutzwasser gemischt werden. Der Anschluss des Überlaufs eines Regenwassertanks ist nicht zulässig, beim Einbau eines Tanks sollte zur Sicherheit immer mit dem zuständigen Bauamt Rücksprache gehalten werden. Auch bei der Länge der Saugleitung sowie bei der Außenwanddurchführung gibt es großes Fehlerpotenzial. So dürfen die mögliche Saughöhe sowie die maximale Sauglänge nicht überschritten werden und ein Regenwassertank mit eingebauter Wanddurchführung garantiert die Einhaltung der Vorschriften zur Außenwanddurchführung. Die Regenwasserleitungen sowie die entsprechenden Entnahmestellen müssen deutlich sichtbar und dauerhaft gekennzeichnet werden. Ein Regenwassertank ist eine hervorragende Möglichkeit zur Kosteneinsparung, die für viele Hausbesitzer immer attraktiver wird.

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