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Innovative Technik in der Intralogistik: Schmalgangstapler

Schmalgangstapler sind, wie ihr Name sagt, für schmale Gänge ausgelegt. Sie dienen damit vorwiegend in Hochregal-Lagern, bei denen Platzeffizienz an vorderster Stelle der Prioritäten steht. Dazu haben sie einige technische Besonderheiten, die sie von konventionellen Gabelstaplern und Schubmaststaplern unterscheiden.

Herausforderung Hochregallager

Ein Hochregallager besteht aus einer großen Halle mit eng nebeneinander stehenden, sehr hohen Regalen. Die Höhe der Regale kann zehn Meter übersteigen, daher kommt ihr Name "Hochregale". Je enger die Regale nebeneinander stehen, desto mehr Regale können in der gleichen Halle untergebracht werden. Moderne Logistik-Zentren können durchaus hundert Regalreihen nebeneinander angeordnet haben. Zehn Zentimeter mehr oder weniger entscheiden damit gleich über mehrere Regalreihen und damit etliche Quadratmeter wertvolle Lagerfläche. Solange die Lager per Flurförderzeuge be- und entladen werden sollen, so lange müssen sie deshalb auch so schmal wie möglich ausgelegt sein. Die Schmalgangstapler sind damit die letzte Möglichkeit des manuellen Betriebs eines Lagers, bevor automatisierte Lagersysteme eingesetzt werden müssen.

Aufbau von einem Schmalgangstapler

Ein Schmalgangstapler ist dem Schubmaststapler sehr ähnlich. Der wichtigste Unterschied ist, dass die Lastaufnahme um 90° gedreht ist. Zusätzlich kann das Hubwerk, wie beim Schubmaststapler, vor- und zurück geschoben werden. Das ist für die effiziente Be- und Entladung eines Hochregallagers mit standardisierten Verpackungen sehr vorteilhaft. Ein großer Nachteil ist jedoch, dass Schmalgangstapler aufgrund ihrer Bauweise nur Güter verladen können, die sich an den Normgrößen für palettierte Waren halten. Lose Ware auf Paletten darf über die seitlichen Ränder nicht hinaus ragen. Gitterboxen, Materialcontainer oder IBC-Flüssigkeitsbehälter auf integrierten Paletten sind problemlos von einem Schmalgangstapler zu handeln.

Es wird zwischen zwei Bauarten von Schmalgangstaplern unterschieden:

  • Man-Down-Schmalgangstapler
  • Man-Up-Schmalgangstapler

Der Man-Down Schmalgangstapler

hat eine fest montierte Fahrerkabine. Wie beim Schubmaststapler ist sie quer zur Fahrtrichtung montiert. Da das Hubwerk vor den Vorderrädern sitzt, müssen die Spezialstapler für schmale Gänge mit einem Gegengewicht ausgestattet sein. Das Gegengewicht ermöglicht es aber, die Hubhöhe besonders hoch auszulegen. Manche Geräte dieser Art erreichen eine Hubhöhe von über 14 Metern. Um sie dennoch wendig und flexibel zu gestalten, werden sie von manchen Herstellern mit einer Knicklenkung ausgestattet.

Der Man-Up-Schmalgangstapler

ist ein Arbeitsgerät für besonders schwindelfreie Mitarbeiter. Bei diesem Staplertyp fährt der Fahrer mit der Fracht in die Höhe. Das ist zwar für mache eine große Herausforderung. Es hat aber den enormen Vorteil, dass die Last auch in großen Höhen sehr präzise platziert werden kann. Das vermeidet Unfälle und Abstürze von wertvoller Ware. Dieser Staplertyp ist nur für den Hallenbetrieb gedacht. Deshalb sind sie ausschließlich mit Elektroantrieb verfügbar. Dank der innovativen Lithium-Ionen-Technologie haben diese Stapler aber eine sehr lange Einsatzzeiten und kurze Ladezyklen.

Die Spezialstapler für schmale Gänge haben einen weiteren unique Faktor: Mit bis zu 14 km/h gehören sie zu den schnellsten Hallenstaplern. Mit ihrer hohen Geschwindigkeit verkürzen Sie die Be- und Entladezeiten der LKW erheblich. Die besondere Bauweise und die hohen Geschwindigkeiten machen aber ein intensives Training im Umgang mit diesen Staplern erforderlich. Für ihren Betrieb reicht aber ein normaler Führerschein für Flurförderfahrzeuge aus. Die Hubkraft von Schmalgangstaplern liegt bei ca. 1,5 Tonnen. Für die meisten Anwendungen ist dies völlig ausreichend. Es ist aufgrund der Hebelwirkung und des Schwerpunkts ohnehin nicht ratsam, sehr schwere Lasten in größeren Hohen zu lagern. Zum Handling schwererer Lasten sind konventionelle Stapler besser geeignet, vor allem wenn die Lasten die Normmaße für palettierte Güter überschreiten.

Innovative Technik in der Intralogistik: Schmalgangstapler Schmalgangstapler sind, wie ihr Name sagt, für schmale Gänge ausgelegt. Sie dienen damit vorwiegend in Hochregal-Lagern, bei denen... mehr erfahren »
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Schmalgangstapler

Innovative Technik in der Intralogistik: Schmalgangstapler

Schmalgangstapler sind, wie ihr Name sagt, für schmale Gänge ausgelegt. Sie dienen damit vorwiegend in Hochregal-Lagern, bei denen Platzeffizienz an vorderster Stelle der Prioritäten steht. Dazu haben sie einige technische Besonderheiten, die sie von konventionellen Gabelstaplern und Schubmaststaplern unterscheiden.

Herausforderung Hochregallager

Ein Hochregallager besteht aus einer großen Halle mit eng nebeneinander stehenden, sehr hohen Regalen. Die Höhe der Regale kann zehn Meter übersteigen, daher kommt ihr Name "Hochregale". Je enger die Regale nebeneinander stehen, desto mehr Regale können in der gleichen Halle untergebracht werden. Moderne Logistik-Zentren können durchaus hundert Regalreihen nebeneinander angeordnet haben. Zehn Zentimeter mehr oder weniger entscheiden damit gleich über mehrere Regalreihen und damit etliche Quadratmeter wertvolle Lagerfläche. Solange die Lager per Flurförderzeuge be- und entladen werden sollen, so lange müssen sie deshalb auch so schmal wie möglich ausgelegt sein. Die Schmalgangstapler sind damit die letzte Möglichkeit des manuellen Betriebs eines Lagers, bevor automatisierte Lagersysteme eingesetzt werden müssen.

Aufbau von einem Schmalgangstapler

Ein Schmalgangstapler ist dem Schubmaststapler sehr ähnlich. Der wichtigste Unterschied ist, dass die Lastaufnahme um 90° gedreht ist. Zusätzlich kann das Hubwerk, wie beim Schubmaststapler, vor- und zurück geschoben werden. Das ist für die effiziente Be- und Entladung eines Hochregallagers mit standardisierten Verpackungen sehr vorteilhaft. Ein großer Nachteil ist jedoch, dass Schmalgangstapler aufgrund ihrer Bauweise nur Güter verladen können, die sich an den Normgrößen für palettierte Waren halten. Lose Ware auf Paletten darf über die seitlichen Ränder nicht hinaus ragen. Gitterboxen, Materialcontainer oder IBC-Flüssigkeitsbehälter auf integrierten Paletten sind problemlos von einem Schmalgangstapler zu handeln.

Es wird zwischen zwei Bauarten von Schmalgangstaplern unterschieden:

  • Man-Down-Schmalgangstapler
  • Man-Up-Schmalgangstapler

Der Man-Down Schmalgangstapler

hat eine fest montierte Fahrerkabine. Wie beim Schubmaststapler ist sie quer zur Fahrtrichtung montiert. Da das Hubwerk vor den Vorderrädern sitzt, müssen die Spezialstapler für schmale Gänge mit einem Gegengewicht ausgestattet sein. Das Gegengewicht ermöglicht es aber, die Hubhöhe besonders hoch auszulegen. Manche Geräte dieser Art erreichen eine Hubhöhe von über 14 Metern. Um sie dennoch wendig und flexibel zu gestalten, werden sie von manchen Herstellern mit einer Knicklenkung ausgestattet.

Der Man-Up-Schmalgangstapler

ist ein Arbeitsgerät für besonders schwindelfreie Mitarbeiter. Bei diesem Staplertyp fährt der Fahrer mit der Fracht in die Höhe. Das ist zwar für mache eine große Herausforderung. Es hat aber den enormen Vorteil, dass die Last auch in großen Höhen sehr präzise platziert werden kann. Das vermeidet Unfälle und Abstürze von wertvoller Ware. Dieser Staplertyp ist nur für den Hallenbetrieb gedacht. Deshalb sind sie ausschließlich mit Elektroantrieb verfügbar. Dank der innovativen Lithium-Ionen-Technologie haben diese Stapler aber eine sehr lange Einsatzzeiten und kurze Ladezyklen.

Die Spezialstapler für schmale Gänge haben einen weiteren unique Faktor: Mit bis zu 14 km/h gehören sie zu den schnellsten Hallenstaplern. Mit ihrer hohen Geschwindigkeit verkürzen Sie die Be- und Entladezeiten der LKW erheblich. Die besondere Bauweise und die hohen Geschwindigkeiten machen aber ein intensives Training im Umgang mit diesen Staplern erforderlich. Für ihren Betrieb reicht aber ein normaler Führerschein für Flurförderfahrzeuge aus. Die Hubkraft von Schmalgangstaplern liegt bei ca. 1,5 Tonnen. Für die meisten Anwendungen ist dies völlig ausreichend. Es ist aufgrund der Hebelwirkung und des Schwerpunkts ohnehin nicht ratsam, sehr schwere Lasten in größeren Hohen zu lagern. Zum Handling schwererer Lasten sind konventionelle Stapler besser geeignet, vor allem wenn die Lasten die Normmaße für palettierte Güter überschreiten.

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